Ein Salamander aus Mexiko ist Weltmeister der Regeneration. Dem
Urtier Axolotl macht es überhaupt nichts aus, wenn ihm etwa ein Bein
ausgerissen wird. Denn es wächst innerhalb weniger Tage vollständig
wieder nach. Genau so wie ein verlorener Schwanz, ein Stück Kiefer,
Teile des Auges, oder sogar des Herzens.
Ein erstaunliches Phänomen, dem Forscher um Elly Tanaka am
Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in
Dresden jetzt auf den Grund gehen wollen. Sie hoffen, aus den
Geheimnissen des Axolotls auch einen Nutzen für den Menschen ziehen
zu können.
Schliesslich hat auch er in begrenztem Mass die Fähigkeit zur
Regeneration, zum Beispiel bei der Wundheilung. Die Forscher
glauben, dass die Fähigkeit zur vollständigen Regeneration beim
Menschen im Laufe der Evolution verloren gegangen ist.
Möglicherweise ist sie nur unterdrückt und könne in Zukunft gezielt
enthemmt werden.
Erste Botenstoffe, die beim Axolotl Zellen umprogrammieren, damit
aus Nervenzellen etwa Muskel- oder Knorpelzellen entstehen, haben
die Forscher schon gefunden. Doch bis die Ergebnisse auch beim
Menschen anwendbar werden, können noch Jahrzehnte vergehen. Als
Weltmeister der Regeneration wird der mexikanische Salamander noch
lange unübertroffen bleiben.
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